Aus den Augen, aus dem Sinn? - Das Marienfelder Ehrenmal

Das Marienfelder Ehrenmal

Marienfeld besitzt zwei zentrale Denk- bzw. Ehrenmale. An die Gefallenen des 1. Weltkriegs erinnert das Kriegerdenkmal in der ehemaligen Abteikirche, bestehend aus einem hölzernen Relief eines gefallenen Soldaten, dem ein Engel den Weg zum Himmel weist, einem Bibelspruch und Namenstafeln  für die Gefallenen und Vermissten.

Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs in der Abteikirche Marienfeld von Heinrich Baak. – Foto: Stadtarchiv Harsewinkel

In der Öffentlichkeit wesentlich präsenter ist das Ehrenmal im früheren Brunnenhäuschen des Klosters im Wäldchen vor der Klosterpforte. Der Innenraum des Brunnenhäuschens setzt sich aus einem Podest und einer darauf stehenden St.-Georg-Figur des Bildhauers Hubert Hartmann zusammen, die für die Überwindung des Bösen stehen soll.

Skulptur des heiligen Georg von Hubert Hartmann im Ehrenmal für die Gefallenen der Weltkriege. Foto: Stadtarchiv Harsewinkel

Die Idee für ein weiteres Denkmal entstand durch das Bedürfnis, auch den Opfern des 2. Weltkriegs ein würdiges Andenken zu schaffen. Das Brunnenhäuschen, das von seinem zwischenzeitlichen Platz am Deutschen Haus weichen musste, stellte sich als ein idealer Platz für jenes Denkmal dar. Relativ schnell wurden alle notwendigen Einverständnisse eingeholt und die Umsetzung an dem jetzigen Standort unternommen. Die Anbringung der Namenstafel der Gefallenen wurde im Anschluss bis zum 29. Juni 1953 vollzogen.

Die Gestaltung des Innenraums bereitete im Gegensatz dazu einige Konflikte: Nachdem die Überlegung, eine St.-Anna-Figur aufzustellen, verworfen worden war, wurde Kurt Schwippert von der Werkkunstschule Münster beauftragt, mit Schülern seiner Bildhauerklasse eine St.-Georg-Figur herzustellen. Aber nachdem die Figur geliefert worden war, dauerte es nicht mehr lange, bis die ersten Beschwerden eingingen. Der Ibbenbürener Sandstein, aus dem die Skulptur bestand, passe nicht zu dem Brunnenhäuschen. Auch scheint die Skulptur zu modern gewesen zu sein.

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Bericht der Tageszeitung ‚Die Glocke‘ über die Entscheidung zur Aufstellung der Skulptur des heiligen Georg vom 19. Juli 1955.

Daraufhin wurde der Auftrag an Hubert Hartmann  erteilt, so dass das neue Denkmal am 16. November 1955 schließlich eingeweiht werden konnte.

 

Download der Projektarbeit

Presse

Bericht zum Projekt aus der Glocke vom 14.05.2016
Bericht zum Projekt aus der NW vom 14.05.2016
Bericht zum Projekt aus dem Westfalenblatt vom 14.05.2016

Bericht über die Abschlussveranstaltung aus der Glocke vom 18.07.2016

 

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