Aus den Augen, aus dem Sinn? - Das Kriegerdenkmal Greffen

Das Kriegerdenkmal Greffen

Das Greffener Kriegerehrenmal musste sich in der Vergangenheit einigen Änderungen unterziehen, damit es heute in dieser Form das Greffener Stadtbild verschönern kann. Das 1938 enthüllte Ehrenmal steht auf der Nordseite des insgesamt 1.200 m² großen Grundstücks neben dem alten Greffener Friedhof und zeichnet sich durch den charakteristischen Bronzesoldaten in der Mitte des steinernen Podests an einer Sandsteinmauer aus, an welcher zwei Bronzetafeln mit den Namen der Gefallenen der Gemeinde angebracht wurden.

Ehrenmal in Greffen (Neuguss von 1966). – Foto: Stadtarchiv Harsewinkel

Bereits nach dem 1. Weltkrieg fand der erste Konflikt wegen der Darstellungsweise eines Denkmals statt. Befürworter einer weltlichen standen Anhängern einer geistlichen Denkmalsdarstellung für die Gefallenen in Greffen gegenüber.

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Bericht des Greffener Rektors Bernhard Ohlmeier über die Einweihung des Greffener Kriegerdenkmals. – aus: Beiträge zur Heimatkunde der Gemeinde Greffen. Band 2. Zusammengestellt von Bernhard Ohlmeier. [= Stadtarchiv Harsewinkel. Depositum Ohlmeier, Nr. 2]

Es dauerte aber fast 20 Jahre, bis die Idee der Errichtung eines Andenkens an die Gefallenen von der Ortsgruppe der NSDAP wieder aufgegriffen wurde und schließlich in Form des Bronzesoldaten im Jahre 1938 auch durchgesetzt wurde.

Ehrenmal in Greffen. Bronzeskulptur von Bernhard Hartmann. – Foto: Stadtarchiv Harsewinkel

Dabei blieb es allerdings nicht. Im 2. Weltkrieg wurde der Bronze-Soldat abtransportiert und durch eine Zement-Kopie ersetzt.  In den Folgejahren wurde das Zementduplikat allerdings stark vernachlässigt und den Witterungseinflüssen ausgesetzt.   Es dauerte schließlich bis zum Jahre 1964, bis das Denkmal renoviert werden sollte, wobei in diesem Zusammenhang die gesamte Gestaltung nochmals in Frage gestellt wurde.

Ehrenmal-Plan: Alter Soldat aus Bronze. Zeitungsbericht aus der Tageszeitung ‘Die Glocke’ vom 3. Juni 1965 - Quelle: Stadtarchiv Harsewinkel, Akte D 1542

Dazu wurden zahlreiche Vorschläge gemacht

Schreiben des akademischen Bildhauers Hubert Hartmann an den Rat der Gemeinde Greffen vom 29. Juli 1965. - Quelle: Stadtarchiv Harsewinkel, Akte D 1542

Auch der Streit konservativ gegen modern führte erneut zu Problemen. Schließlich gab es einen Volksentscheid und die Bürger Greffens waren sich einig: der Bronzesoldat sollte auch zukünftig in gewohnter Form existieren

Nach Schweizer Muster: Volksabstimmung. Zeitungsbericht aus der Tageszeitung ‘Die Glocke’ vom 3. Juni 1965 - Quelle: Stadtarchiv Harsewinkel, Akte D 1542

Presse

Bericht zum Projekt aus der Glocke vom 14.05.2016
Bericht zum Projekt aus der NW vom 14.05.2016
Bericht zum Projekt aus dem Westfalenblatt vom 14.05.2016

Bericht über die Abschlussveranstaltung aus der Glocke vom 18.07.2016

 

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